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Der
«kein Herz für uns»
Sticker/Kleber der Ferienregion
Lenzerheide
Hier können Sie den Sticker/Kleber zum Weiterleiten
an Freunde und Bekannte, als Banner für die
Website sowie zum Ausdrucken und Ausschneiden
in verschiedenen Grössen herunterladen:
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kontaktieren Sie uns bitte über das
Kontaktformular.
Kampagnen und Aktionen
Es versteht sich, dass die im Polizeigesetz verankerte
Leinenpflicht auf dem «gesamten Heidsee-Areal»
nicht einfach so mittels einer Protestseite im
Internet aus dem Weg geräumt werden kann, auch wenn diese
noch so gut besucht und beachtet wird.
Anderseits ist aber auch klar, dass eine grosse
Zahl der Hundehalter diese Willkür nicht
einfach so hinnehmen werden. Es gibt
verschiedene Möglichkeiten, seinen Ärger und
Unmut zum Ausdruck zu bringen:
-
Meiden der
Ferienregion Lenzerheide/Valbella.
Ausweichen auf hundefreundliche
Tourismusdestinationen im In- und Ausland.
Es gibt genügend andere schöne Gegenden, wo
Hundehalter herzlich willkommen sind.
-
Ziviler
Ungehorsam, indem man die Leinenpflicht
nicht akzeptiert unter Inkaufnahme einer
Ordnungsbusse, analog einer Parkbusse usw.
Es geht um die persönliche Abwägung des
Hundehalters zwischen dem eidg.
Tierschutzgesetz und einem lokalen
Polizeigesetz. Gesetzesvorschriften müssen
kontrollierbar und durchsetzbar sein,
ansonsten diese zu einer Nullnummer
verkommen. «Räuber und Poli» auf dem Heidsee
dürfte dem Gemeindepolizisten daher noch
einiges abverlangen.
-
Hundehalter mit Ferienwohnung sind etwas
weniger mobil was die Wahl einer anderen
Feriendestination betrifft. Hier kann man
seinen Unmut jedoch wirksam zum Ausdruck
bringen, indem man seine Ausgaben nicht mehr
der Region zukommen lässt. Das betrifft die
Einkäufe, die man z.b. auch bequem in Chur
erledigen kann. Gewichtiger sind jedoch
Erneuerungsarbeiten in den vier eigenen
Wänden, sei es die neue Küche, das Bad,
Bodenbeläge, neue Fenster usw.
Tatsache ist:
die Leinenpflicht auf dem Heidsee ist
unverhältnismässig und schikanös. Somit sind
entsprechende Gegenmassnahmen angemessen. Kehrt
die Vernunft auf der Lenzerheide wieder ein, so
kann man wieder zur alten Tagesordnung
zurückkehren.
Was jeder selbst zusätzlich noch tun kann:
Im eigenen Umfeld
Im Familien- und Bekanntenkreis alle
ansprechen (es gibt auch viele
Nicht-Hundehalter, welche gegen ständig neue und
erst noch willkürlich ausgelegte Gesetze sind
und deren Solidarität man gewiss ist). In
Hundesportclubs, bei Hundeveranstaltungen und
Ausstellungen,
beim Hundespaziergang andere Hundehalter auf die
Website heidseehunde.ch hinweisen. Schreiben Sie
auch in den einschlägigen Hundeforen des In- und
Ausland sowie
den Hunde-Blogs im
Internet.
Und zur bequemem
Weiterverbreitung des Links von heidseehunde.ch an
Ihnen bekannte
Mailadressen, benützen Sie bitte dieses
Empfehlungsformular, welches die
Weiterempfehlung vereinfacht.
Info-Bulletin...
Möchten Sie gerne automatisch erfahren, was
sich zum Thema «Leinenpflicht in der Feriendestination
Valbella/Lenzerheide» weiter so tut, so melden Sie sich
einfach beim kostenlosen
Heidseehunde-Info-Bulletin an.
Leserbriefe
Schreiben Sie Ihre Meinung in einem
Leserbrief.
Die regionale Wochenzeitung
der Talschaft ist das Novitats. Aber auch in allen anderen Zeitungen
im Unterland ist es sinnvoll, auf die Thematik
hinzuweisen. Werbung tut bekanntlich dem
Tourismus immer gut...
Individuelle Anfragen Um seinen Ärger zum Ausdruck zu bringen,
kann man den Gemeindevorstand, Lenzerheide
Tourismus (LT), die Hoteliers, Handel und Gewerbe
usw. anschreiben.
Aber aufgepasst: LT sowie neuerdings auch
die Gemeinde macht es sich einfach, indem
vorgefertigte Textbausteine verschickt werden.
Sie können deren Antwort nicht für voll nehmen,
denn es wird nur oberflächlich zum Schein auf
Ihr Anliegen eingegangen. Besser ist es, wenn
Sie die Hotels, den Handel und das Gewerbe
anschreiben und diese um eine klare
Stellungnahme bitten. Es ist gut zu wissen, wer
gegen die Hundehalter ist. Denn diese Gruppen
werden die ersten sein, die merken, wenn
Hundehalter Konsequenzen ziehen. Kopien
der Antworten können Sie uns senden.
-
Lenzerheide Tourismus (vormals Kurverein): Voa principale 68, Postfach, 7078 Lenzerheide,
info@lenzerheide.com
-
Gemeindepräsident Urs Häusermann, Gemeindekanzlei, Voa principale, 7078
Lenzerheide,
gemeinde@vazobervaz.ch
Kontaktverzeichnis der Gemeinde Vaz/Obervaz
mit allen Telefonnummern und Mailadressen.
Behördenverzeichnis mit Gemeinderäten usw.
Medien
Medien können ihre benötigten
Informationen jedoch frei ab dieser
Internetseite zusammenstellen. Voraussetzung ist
stets der Quellenhinweis auf heidseehunde.ch.
Für Anfragen um weitergehende Auskünfte
verwenden Sie bitte das
Kontaktformular.
Download
Banner

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von
Juli Zeh
Freiheit
für meinen Hund!
Die
bürgerliche Innenwelt einer
Hundebesitzerin
Na gut, ich seh‘s ein. Eigentlich
dachte ich immer: Die Freiheit des
einen reicht bis zur Grenze der
Freiheit des anderen – oder so
ähnlich. Das hat man mir in der
Schule erzählt, und es hatte etwas
mit Demokratie zu tun.
Aber ich bin lernfähig. Freiheit,
weiß ich heute, ist Risikofreiheit.
Beigebracht hat mir die
Freiheitsphilosophie des dritten
Jahrtausends mein Hund, genauer
gesagt, nicht er persönlich, sondern
der Leinenzwang, der an ihm klebt
wie die Sicherheitsdebatte an diesem
Jahrzehnt. Der neue Ansatz geht so:
Irgendwo passiert ein Unglück, die
Nation fühlt sich bedroht, und
gleich darauf überbieten sich die
Gesetzgeber im Erlass von Verboten.
Wichtig ist dabei nicht das Ausmaß
der tatsächlichen physischen Gefahr,
sonst wären Autofahren und
Hausarbeit natürlich längst bei
Strafe verboten. Für eine Steigerung
des Sicherheitsgefühls müssen sich
die Regeln gegen Tätigkeiten
richten, die sich wirklich
unterbinden lassen, sprich: gegen
Randseitigkeiten. Um einer
Randgruppe anzugehören, muss ich
heutzutage nicht schwarz, lesbisch
oder behindert sein. Es genügt zu
rauchen (iiiiih!), einen alten
Diesel zu fahren (uuuaah) oder einem
Ex-Freund stalkingmäßige SMS zu
schreiben (yargl).
Außerdem halte ich einen Hund.
Ebensolches tut die Menschheit seit
fünfzehntausend Jahren; im Jahr 2005
jedoch darf die Bestie nicht mehr
von der Leine gelassen werden. Auch
nicht in entlegenen Waldgebieten.
Auch nicht bei Nacht oder bei Regen.
Während ich neulich auf der hundert
Quadratmeter großen Hundewiese dabei
zusah, wie sich mein Liebling
austobte, fiel der Groschen. Wenn
Sicherheit seit neuestem mit
Freiheit identisch ist, lässt sich
die Freiheit in unserer Gesellschaft
noch viel weiter vergrößern. Das
Prinzip Leinenzwang ist noch lange
nicht ausgeschöpft.
Nehmen wir zum Beispiel die
Inline-Skater. Sie schlenkern mit
den Armen, und „Rücksicht“ ist ein
Fremdwort für sie, weil es nicht aus
der englischen Sprache kommt.
Fahrradfahrer! Sie eiern in
lebensbedrohlichen Schlangenlinien
durch die Fußgängerzone und benutzen
die Bürgersteige, obwohl das illegal
ist. Und Fußgänger! Immer torkeln
sie zu fünft nebeneinander, laufen
den Autos vor die Kühler und den
Fahrrädern vor die Lenker. Die
Kinderwagen-Schieber in den engen
Gassen der Supermärkte! Die
Badegäste am See, die ihren Müll
überall hinwerfen!
Es gibt einen Ausweg. Fahrräder
dürfen ab jetzt nur noch geschoben,
Rollschuhe in der Hand getragen
werden. Zum Ausgleich erschaffen wir
vor der Stadt Fahrrad- und
Inline-Skating-Parcours, in denen
die Hobbysportler vergnügt im Kreis
fahren können. Im Park gibt es eine
mehrere Meter lange Kinderwagenspur,
auf der Mütter ihrem
Schiebebedürfnis nachgehen können.
Wir errichten videoüberwachte
Badestrand-Hallen; das Mitbringen
von Nahrungsmitteln und Getränken
ist strengstens untersagt. Die
Geschichte beweist, dass sich die
Menschen noch nie gemocht haben. Am
besten, man hält sie auseinander.
Mit meinem unangeleinten Hund bin
ich längst über die Hundewiese
hinaus, als vor meinem verklärten
Auge eine komplette Utopie
erstrahlt. Wir verwandeln den Alltag
in einen Hochsicherheitstrakt. Und
wenn wir das System erst
perfektioniert haben, werden wir uns
alle in den Warteräumen der
deutschen Gerichtsbarkeit
wiedertreffen, Hundehalter, Raucher,
Fahrradfahrer, Dieselbesitzer und
Stalker, das ganze Heer potenzieller
Alltagsterroristen.
Und dort, liebe Gemeinde, werden wir
uns bestens verstehen.
Quelle: aus Cicero
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